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Beteiligung am Jugendförderplan

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Skript:
Nervt es dich auch, dass die Erwachsenen immer alles über unser Leben entscheiden? Zum Beispiel was wir in unserer Freizeit machen, wie Spielplätze gestaltet werden, wie unser Schulweg aussieht oder dass unsere Meinung nur halb so viel zählt wie ihre?

Das Berliner Jugendfördergesetz soll das jetzt ändern.

Dein Bezirk muss dafür sorgen, dass du mitbestimmen kannst! Das besagt ein Gesetz, und zwar „Das Gesetz zur Förderung der Beteiligung junger Menschen“.
Wer bestimmt darüber, wofür Geld in deinem Bezirk ausgegeben wird?

Richtig: DU! Du musst gefragt werden, wofür dein Berliner Bezirk Geld ausgibt. Alle vier Jahre fragt der Bezirk junge Menschen, dass heißt Menschen bis 27 Jahre, wie die Lebenssituation sich darstellt.
– Ich wünsche mir zum Beispiel mehr Orte, wo Jugendliche abends ihre Zeit verbringen können. –
-Ich wünsche mir, dass mehr Informationen auch in Videoform zugänglich sind.-
– Ich finde ja Theaterprojekte und Workshops sehr toll!-
Hieraus wird dann ein Bericht erstellt und unsere Sichtweisen sind dabei das Wichtigste. Das wird dann später verwendet, um den Jugendförderplan zu schreiben.
Was passiert mit deiner Meinung? Aufgrund von deinen Antworten werden neue Dinge geplant und Bestehende verbessert. Wer ist denn dafür verantwortlich?

Der Jugendhilfeausschuss.

LEG LOS! Also wenn du dich weiter für solche Projekte einsetzen willst, mitgestalten willst, für eigene Rechte einstehen, und nicht immer die Erwachsenen entscheiden lassen willst, dann teile dieses Video mit so vielen Leute wie es geht und setzte dich für deine Wünsche ein! Auf www.mitbestimmen-in-berlin.de findest du, wer in deinem Berlin Bezirk dafür zuständig ist.

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Das Jugendförder- und Beteiligungsgesetz erklärt auf Französisch.

Das Jugendförder- und Beteiligungsgesetz erklärt auf Arabisch.

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Mehr Infos dazu?

Jeder Dritte unter 27 Jahren (33,2% von 404) ist der Meinung, dass es in Steglitz-Zehlendorf mehr Gelegenheiten zum Mitbestimmen geben muss!1

Fast 90% finden, dass sie nicht (30,2% von 703) oder nur teilweise mitbestimmen können (22,6% von 703) oder wissen nicht (34,1% von 703), ob sie mitbestimmen können.2

Mit dem Jugendförder- und Beteiligungsgesetz soll sich das ändern!

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Warum ein neues Gesetz?

Das Gesetz wurde gemacht, weil es immer mehr Kinder und Jugendliche in Berlin gibt. Gleichzeitig hat die Jugendarbeit seit mindestens 15 Jahren aber nicht mehr Geld bekommen.

ABER: Das ist ein Problem, denn auch Berlin muss die deutschlandweiten Regeln zur Jugendarbeit erfüllen!

Diese Regeln stehen im Sozialgesetzbuch. Zum Beispiel steht dort:

  • Berlin bietet euch Reisen, Workshops oder Kurse, Beratungen, Unterstützung in punkto Schule, Arbeit, Familie, Freizeit- Aktivitäten und Mitmach- Möglichkeiten an
  • Eure Hobbies und Interessen müssen dabei im Zentrum stehen!
  • Ihr müsst die Chance haben bei Jugendarbeit mitzubestimmen!

Mit dem Jugendförder- und Beteiligungsgesetz soll sicher sein, dass es genug Orte, Mitarbeiter*innen, Freizeitangebote und Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle jungen Menschen bis 27 Jahre gibt! Und dass Kinder- und Jugendarbeit in allen Berliner Bezirken jetzt und in Zukunft genug Geld dafür bekommt.

Jetzt fragst du vielleicht: Schön und gut, aber wer kontrolliert, ob es wirklich genug Geld dafür gibt?

Die Bezirke bekommen für ihre Jugendarbeit Geld von der Stadt Berlin. Die Stadt will aber auch checken, dass das Geld wirklich für das benutzt wird, was ihr im Bereich Jugendarbeit möchtet und braucht.

Deshalb sollen die Jugendämter der Berliner Bezirke ab 2020 alle 4 Jahre einen Jugendförderplan schreiben. Da steht z.B. drin was die Jugendarbeit euch in Zukunft anbietet, damit ihr in eurer Freizeit das machen könnt, was euch interessiert und die Unterstützung bekommt, die ihr braucht. Und auch, wie ihr in Zukunft bei Jugendarbeit mitbestimmen könnt, was es an Freizeitaktivitäten, Reisen, Beratungen für euch zu welchen Tagen und Zeiten gibt.

GANZ WICHTIG: Eure Meinungen und Ideen sind die Basis für die Jugendförderpläne! Ohne euch läuft nichts!

Woher sollen Erwachsene wissen, was du denkst, fühlst und brauchst?

Natürlich bist DU Expert*in! Deshalb soll es ab 2024 einen extra Bericht zu dem geben, was ihr denkt, den „Bericht zur Sichtweise junger Menschen“. Und weil es ziemlich komisch wäre, wenn Erwachsene den einfach schreiben würden, planen wir viele Aktionen und Projekte, um von euch zu hören, wie‘s euch geht und was ihr braucht! Wir brauchen eure Antworten, Feedback, Meinungen und Ideen auf Fragen, die in 3 Gruppen geordnet sind:

1) Was sind Dinge, über die ihr viel nachdenkt und die euch wichtig sind?

2) Wie ist es für euch in Steglitz-Zehlendorf zu wohnen und zu leben? Was läuft gut? Was nicht? Was muss sich ändern, damit es euch hier gut geht?

3) Was möchtet ihr in eurer freien Zeit gern machen? Welche Kurse, Workshops, Räume, Projekte, Aktivitäten, Reisen, Treffen und so weiter braucht ihr? Kennt ihr die Freizeitangebote von Jugendarbeit in Steglitz-Zehlendorf? Falls ja- wie findet ihr sie?

Erst wenn wir mehr darüber wissen, was ihr braucht, welche Dinge, Gedanken und Gefühle euch beschäftigen, wird der Jugendförderplan vom Jugendamt geschrieben. Da steht dann was es Neues geben soll und wieviel das kostet. Danach muss der Jugendhilfeausschuss den Förderplan beschließen und versprechen, dass das Geld von der Stadt Berlin für die Jugendarbeit im Bezirk auch so genutzt wird.

So haben wir euer Feedback für den 1. Jugendförderplan 2021 gesammelt

Im Oktober 2020 gab es eine Straßenbefragung mit 703 Kindern und Jugendlichen zwischen 9-27 Jahren. Vielleicht habt ihr Leute in chicen Warnwesten, mit Klemmbrettern und 2 Fragebögen im Schloss, beim Boulevard, rund um die Schlossstraße, bei einer S-Bahn-Station oder an einem Ort in eurer Nähe gesehen und sogar mitgemacht.

Und wir haben uns angeschaut, was ihr bei anderen Umfragen von Streetworker*innen, dem Jugendamt und Projekten vom KiJuB in 2019 und 2020 gefeedbackt habt.

Eure Antworten und Vorschläge wurden gesammelt. In den kommenden Wochen machen wir auf Insta unter @kijubsz öffentlich, was ihr uns geantwortet habt. Und später dann auch, was sich in Zukunft durch euren Input und eure Vorschläge in Jugendarbeit ändern soll! Ihr könnt dadurch checken, was in Jugendarbeit ab 2022 anders gemacht werden soll und ob die Veränderungen zu dem passen, was ihr euch wünscht.

Und wenn die Bezirkspolitiker:innen den Jugendförderplan im Jugendhilfeausschuss final beschließen, dann kriegt ihr natürlich auch alle Infos dazu, was da drinsteht an geplanten Änderungen für Jugendarbeit.

Ganz wichtig: Wenn du sagst was du brauchst oder denkst in der Schule oder im Jugendclub oder auch einfach draußen im Park, auf dem Spiel- oder Sportplatz und keiner hört dir ernsthaft zu oder spricht mit dir – melde dich bei uns, beim Kinder- und Jugendbüro. Zusammen können wir überlegen, wie wir deine Stimme laut machen. Du hast das Recht bei allem mitzubestimmen, was dich betrifft.

Eure wichtigsten Themen 2021

Quellen

Bremer, K. (2018): Wieso? Weshalb? Warum? Jugendfördergesetz und Jugendförderpläne (link).

Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf & Kumbier, J. (2021): Abschlussbericht. Zur Beteiligung an der Erstellung des Jugendförderplans 2021 in Steglitz-Zehlendorf.

§ 11 SGB VIII (1) Satz 2 Jugendarbeit

§ 11 SGB VIII (3) Satz 1 Jugendarbeit

1 Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf & Kumbier J. 2021, S. 28.

2 Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf & Kumbier J. 2021, S. 18.

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