Jugendaudits

Hast du’s schon geCHECKt?

😛 Du willst, dass Jugendtreffs besser werden?

>>> Nimm Treffpunkte fĂŒr Kinder und Jugendliche unter die Lupe!

😎 Du willst Erwachsenen Rat geben?

>>> Werde Jugendauditor_in! (Was das ist, steht unten!)

🙄 Du sitzt nicht gern allein zu Hause?

>>> Komm mit auf Herbst-Ferienfahrt und triff neue Leute!

>>> oder nimm deine Freund_innen mit!

DU

  • bist zwischen 12 und 16 Jahre alt (> ungefĂ€hr)
  • hast vielleicht Ideen, wie Kinder- und Jugendtreffs noch besser werden könnten
  • wolltest schon immer mal Erwachsenen gute RatschlĂ€ge geben
  • willst lernen, wie man Interviews fĂŒhrt und wie du deine Meinung ĂŒberzeugend vertreten kannst

Dann bist du die oder der Richtige fĂŒr die Steglitz-Zehlendorfer Jugendaudit-Teams!

Unsere Auditoren sind Personen, die sich mit anderen Jugendlichen bei einer Wochenendfahrt (>in der Natur, >mit Spaß, >am Lagerfeuer, >mit Sportprogramm, >beim Werwolf-Spiel) ĂŒberlegen, was aus ihrer Sicht der perfekte Jugendtreff braucht, damit auch viele Kinder und Jugendliche nachmittags (>und abends, >immer) hingehen wollen. In Teams besucht ihr anschließend verschiedene HĂ€user (>Jugendeinrichtungen) in Steglitz-Zehlendorf und checkt (>ĂŒberprĂŒft) durch Befragen, Beobachten und Zuhören, ob alles euren Vorstellungen entspricht oder sich vielleicht noch das eine oder andere (>Kurse, >Toiletten, >Musikraum, >Umweltschutz) verbessern könnte.

Die Erwachsenen, die in den Jugendtreffs arbeiten, freuen sich auf euren Rat und eure Meinung! Und du bekommst anschließend ein Zertifikat als ausgebildete/r Jugendauditor_in. (> ĂŒbrigens gut fĂŒr den Lebenslauf!)

 

Wappen Steglitz-Zehlendorf

 

Dieses Projekt wird finanziert durch das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin.

 

RĂŒckblick und weitere Infos

2010 wurden in Steglitz-Zehlendorf erstmals –und deutschlandweit die einzigen- Jugendauditor_innen ausgebildet. 2011 kamen dann 6 neue Jugendliche zum Team in Steglitz-Zehlendorf dazu, und das Modellprojekt wurde von anderen Orten ĂŒbernommen (Bezirk Mitte, Schwerin).

2013 hat sich zum dritten Mal ein Jugendaudit-Team mit 9 Jugendlichen fĂŒr den Bezirk gebildet. Das Kinder- und JugendbĂŒro fĂŒhrte die Ferienfahrt in Kooperation mit der Bildungsinitiative „mehr als lernen e.V.“ durch, wobei ein Jugendauditor der ersten Generation mittlerweile einen Großteil der Workshops anleitet.

Jugendzentren sind Treffpunkte fĂŒr junge Menschen. Deshalb sollten sie auch von jungen Menschen beraten, bewertet und verbessert werden. „Welche StĂ€rken hat die Einrichtung, was soll bleiben, was sollten sich andere abgucken und was muss sich Ă€ndern?“, sind Fragen, denen ausgebildete Jugendauditor_innen nachgehen, um den Einrichtungen dann VerbesserungsvorschlĂ€ge vorzulegen.

In den Winterferien ging es los, gemeinsam reisten die Jugendlichen in den FlÀming.

9 Jugendliche zwischen 12 und 24 nahmen erfolgreich an der Ausbildung zum_r Jugendauditor_in teil. Sie beschĂ€ftigten sich mit den Grundlagen einer QualitĂ€tsberatung, wurden durch viele spielerische Übungen zu einem super Team, ĂŒbten sich im Debattieren und PrĂ€sentieren und entwickelten Merkmale und Fragen fĂŒr eine QualitĂ€tsprĂŒfung in Jugendzentren.

Foto mit jungem Mann neben Flipchart mit Ablaufplan
Wohin geht die gemeinsame Fahrt? Wie entwickeln wir Ideen fĂŒr den perfekten Jugendtreff?
Jugendauditor_innen interviewen Leiter eines Jugendtreffs
Jugendaudit in der Villa Folke Bernadotte

 

Anhand von Ortsbegehungen,  Interviews, Befragungen und unangekĂŒndigten Überraschungsbesuchen wurden die beiden Jugendtreffs unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse werteten die Jugendauditor_innen sorgfĂ€ltig aus und widmeten jeder Einrichtung ein Empfehlungsschreiben mit VorschlĂ€gen zu Verbesserungen.

Im Rahmen der Ehrung ehrenamtlich engagierter Jugendlicher bekamen die Jugendauditor_innen ihre wohlverdienten Zertifikate sowie eine Anerkennung fĂŒr ihr Engagement.

 

Auch die beiden Einrichtungen erhielten als auditierte Jugendzentren ihre Urkunden.

 

Ziel des Projekts Jugendaudits ist demnach zum einen, Jugendliche im Gebiet QualitĂ€tsmanagement und Kommunikation anwendungsorientiert zu qualifizieren, und zum anderen Jugendhilfeeinrichtungen zu unterstĂŒtzten, ihre Angebote besser an die Erwartungen von Jugendlichen anzupassen. Zudem haben die Jugendlichen so eine Möglichkeit, ihre WĂŒnsche zu Ă€ußern und gegebenenfalls die Angebote der JFEs mitzugestalten.

 

Foto von Gruppe bei Kooperationsspiel

In Kooperation mit  „mehr als lernen e.V.“

 

Das QualitĂ€tsmanagement-Handbuch fĂŒr Jugendfreizeiteinrichtungen wurde 2004 von einer Projektgruppe bzw. zusĂ€tzlichen Arbeitsgruppen entwickelt, in denen zwar Mitarbeiter_innen aus JFE, jedoch keine Kinder oder Jugendlichen vertreten waren. Die Beteiligung der Zielgruppe von JFEs ist demnach bisher in der QualitĂ€tsentwicklung noch nicht explizit auf dieser Ebene berĂŒcksichtigt. Die Entwicklung von Kriterien, Zielen und entsprechenden Indikatoren durch die Jugendlichen selbst ist eine neue Form der Beteiligung in der Jugendarbeit und stellt den innovativen Aspekt des Jugendaudit-Konzepts dar.

Der interne Wirksamkeitsdialog und die Selbstevaluation des bestehenden QM-Systems werden auf diese Weise durch einen externen und von der Zielgruppe selbst definierten Blick auf die QualitÀt der Einrichtungen ergÀnzt.

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